Roman Śledź wurde 1948 im Dorf Malinówka bei Łęczna zwischen Lublin und Chełm geboren, wo er bis heute lebt. Mit dem Schnitzen begann er Ende der 1960er Jahre, fand jedoch viele Jahre lang kein besonderes Interesse an seiner Kunst vor. Er passte nicht in die fertigen Schablonen der offiziellen Volkskunst, konnte auch keinen künstlerischen Berufsabschluss vorweisen, um als Berufskünstler anerkannt zu werden. In der Praxis wirkte sich das so aus, dass er seine Arbeiten weder ausstellen noch verkaufen konnte. Er ließ sich davon aber nicht beeindrucken und schnitzte weiter. Die erste Ausstellung mit Werken von Roman Śledź wurde 1978 vom Kunstgewerbe-Verein „Cepelia“ organisiert. Seit jener Zeit wurde seine Kunst weithin bekannt, und seine Werke finden sich mittlerweile in Museen und Privatsammlungen im In- und Ausland wieder. Der Künstler hat schon mehrfach die Stationen des Kreuzweges für Kirchen, u.a. in Deutschland, geschnitzt. Seine Erfolge haben Roman Śledź‘s Verhältnis zu seiner Kunst nicht verändert. Sein Markenzeichen sind Authentizität und Sinnlichkeit bei der Darstellung von Schmerz und Leiden, im Ausdruck der mit großer Sensibilität und ausgeprägtem kompositorischem Gespür gestalteten Figuren.
























